Aktuelle Zinsentwicklung für Baufinanzierungen:

Die Bestzinsen für Baufinanzierungen bewegten sich in den letzten Wochen minimal aufwärts. Zur aktuellen Zinsentwicklung:

Die Europäische Zentralbank (EZB) bekräftigte in der letzten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses ihren bisherigen Kurs. Auch die Federal Reserve (Fed) hielt Anfang Mai still, könnte aber schon im Juni den US-Leitzins weiter anheben. Die Bestzinsen für Baufinanzierungen zeigten sich in den letzten Wochen nahezu unbeeindruckt und stiegen zuletzt nur minimal an.

„Zunächst stiegen die Zinsen für 15-jährige Zinsbindungen von 1,55 auf 1,60 Prozent. Anfang Mai zogen dann die 10-jährigen Zinsbindungen nach und kletterten minimal um zwei Basispunkte auf 1,30 Prozent“, kommentiert Jörg Haffner, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH. „Aktuell sehen wir wieder eine Vielzahl von Zinssenkungen vonseiten der Anbieter, so dass wir auf das Zinsniveau von Anfang April 2019 zurückkehren.“

Zinsentwicklung

Zinsentwicklung

„Die Bauzinsen haben zuletzt kaum Impulse vom Anleihen- und Zinsmarkt erhalten und verhalten sich entsprechend ruhig“, fährt Haffner fort. „So ruhig wird es aber voraussichtlich nicht bleiben. Der Druck auf Draghi ist nun gestiegen, auf der EZB-Ratssitzung am 14. Juni konkretere Aussagen über die geldpolitischen Pläne zu machen. Zumindest darüber, ob das Anleihenkaufprogramm verlängert wird – bis Dezember oder sogar darüber hinaus. Und natürlich wäre die Kritik groß, falls er plant, das Programm für längere Zeit fortzusetzen. Andererseits macht ihm die Entwicklung der Verbraucherpreise einen Kurswechsel extrem schwer. Das ist keine einfache Situation für den EZB-Rat.“

In den USA lief hingegen zuletzt alles glatt: „Die dortigen Konjunkturdaten überzeugen – die Verbraucherpreise haben sich hervorragend entwickelt. Das rechtfertigt die raschen Zinserhöhungen der Fed. Eventuell wirkt sich die Vorfreude auf einen höheren US-Leitzins in den nächsten Wochen indirekt auf die Zinsentwicklung aus und die Zinsen für Baufinanzierungen zinsen steigen. Bis Mitte Juni ist noch Zeit, daher lohnt sich im Vorfeld ein regelmäßiger Blick auf die Entwicklung der Anleihen- und Zinsswaps, da die Zinsen in den USA teilweise auf Europa abfärben“, so Haffner.

Tendenz:
Kurzfristig: leicht steigend
Langfristig: steigend