Seit 2008 kann man “Wohnriester” mit staatlicher Förderung ebenfalls zur Finanzierung der eigenen Immobilie einsetzen.

Wohnriester Förderung Zulagen

Wohnriester: Der Staat tilgt mit

Gemeinhin ist mit “Riester” gemeint, sich mit staatlicher Förderung eine Zusatzrente aufzubauen. Seit 2008 kann man diese Form der staatlichen Förderung aber auch zur Finanzierung der eigenen Immobilie einsetzen. Dafür hat sich der Begriff “Wohnriester” eingebürgert.

Bei einer so langfristigen Finanzierung wie einem Baudarlehen liegt der Gedanke nahe, mittels dieser staatlichen Förderung die Rückzahlung zu beschleunigen.

Was wird gefördert?

Der Staat fördert mit Wohnriester
– ein selbstbewohntes Haus
– eine Wohnung in einem eigenen Haus (auch wenn sich die Wohnung im eigenen Mehrfamilienhaus befindet) oder
– eine eigene Eigentumswohnung oder
– eine Genossenschaftswohnung einer in das Genossenschaftsregister eingetragenen Genossenschaft oder
-ein eigentumsähnliches oder lebenslanges Dauerwohnrecht nach § 33 des Wohnungseigentumsgesetzes soweit auch die Vereinbarungen nach § 39 des Wohnungseigentumsgesetzes vereinbart sind, wenn diese Wohnung vom Zulageberechtigten selbst genutzt wird, die Hauptwohnung oder den Mittelpunkt der Lebensinteressen des Zulageberechtigten darstellt und in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem Staat, auf den das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR-Abkommen) anwendbar ist, liegt. Nicht begünstigt sind Ferien- oder Wochenendwohnungen.

Die gesetzliche Regelung ergibt sich aus § 92a Abs. 1 Einkommensteuergesetz (EStG)

Zulagen und Steuervorteile

Durch staatliche Zulagen und Steuervorteile können nennenswerte Beträge während der Darlehnslaufzeit zusammenkommen. Jedoch entsteht im Rentenalter wiederum eine Steuerpflicht daraus.
Außerdem ist der geförderte Personenkreis eingeschränkt. So können z.B. Selbständige nicht alleine in den Genuss der Riesterförderung kommen.

Übrigens, diese nachgelagerte Besteuerung ist durch ein „Wohnförderkonto“ sichergestellt, auf dem der Entnahmebetrag, die geförderten Tilgungsleistungen und die hierfür gewährten Zulagen verbucht sind. Als Ausgleich für die vorzeitige Nutzung des Altersvorsorgekapitals und zur Gleichstellung mit anderen Riester-Produkten wird der in das Wohnförderkonto eingestellte Betrag in der Ansparphase am Ende eines jeden Jahres um 2 % erhöht. Die Einzelheiten sind jedoch zu komplex, um sie hier alle aufzuführen.

Ob sich der Einsatz letztlich lohnt, hängt von vielen Faktoren ab: Steuersatz, steuerliche Veranlagung, Alter, Kinderzahl etc. Daher ist eine eingehende Prüfung im Vorfeld nicht nur empfehlenswert, sondern zwingend notwendig.

Wir prüfen gerne, ob sich Wohnriester für Sie lohnt.

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